VTX Blog



11.09.2015

Cyborgs

Immer mehr Menschen lassen sich Chips implantieren, um mit vernetzten Geräten zu kommunizieren...

Der Trend, sich Mikrochips unter die Haut einpflanzen zu lassen, um mit vernetzten Geräten zu kommunizieren, ist nicht neu, wird aber heftig diskutiert.
 
NFC-Implantate (für Near Field Communication oder Nahfeldkommunikation) haben an der europäischen Tech-Messe IFA Berlin hitzige Debatten ausgelöst. Freiwillige liessen sich dort in den Hautlappen zwischen Daumen und Zeigefinder einen Chip von der Grösse eines Reiskorns einpflanzen, um so mit vernetzten Geräten zu interagieren. Sie wurden damit zu Cyborgs, das heisst zu Menschen, denen mechanische oder elektronische Komponenten eingesetzt wurden. Dangerous Things, der wohl bekannteste Hersteller von NFG-Bioimplantaten, schätzt die Zahl dieser Maschinenmenschen weltweit auf 10'000.

Ein Cyborg hat mit der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin» über seine Erfahrungen mit dem Chip gesprochen und erklärt, wozu er ihn im Alltag verwendet. Er brauche für's Büro und den Fitnessclub keinen Badge mehr, entsperre sein Handy, schalte das Licht bei ihm zu Hause ein und dimme es – alles mit einer einzigen Handbewegung!

Marco Preuss, Leiter der Abteilung für europäische Forschung beim Spezialisten für Sicherheitssoftware Kaspersky räumt ein, dass die Systeme noch nicht sehr leistungsstark sind, sie aber dennoch schon bald als Zahlungsmittel, Ticket für öffentliche Verkehrsmittel, Patientendossier für Notfälle usw. dienen könnten. Dazu müssten allerdings noch die Probleme der Datensicherheit gelöst werden.

Im Unterschied zu WLAN und Bluetooth haben NFC-Chips nur eine sehr geringe Reichweite. Man muss dem Träger deshalb schon sehr nahe kommen und genau wissen, wo sich der Chip verbirgt, um an die Daten zu gelangen. Es gibt zwar die Möglichkeit die Daten auf dem Chip mit einem vierstelligen Zahlencode zu sichern, sagt Preuss, doch der wäre leicht zu knacken. Problematisch sei auch der Klau von medizinischen Daten, die von einem Smartphone, das sich in der Nähe des Chips befindet, leicht heruntergeladen werden könnten.
Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Technologie durchsetzen kann.
Quelle: lematin.ch
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